Begriffsbaum II / Anderes Layout

Wenn kritisieren meist heißt verändern zu wollen, was bedeutet denn dann Kritik für die eigene Wissensproduktion? Oder anders formuliert: Wenn wir etwas abschaffen wollen, wen oder was wollen wir stattdessen? Und: „Zu welchen Subjekten werden wir“ dabei?[1] (Sabine Hark)

[1] Sabine Hark: Dissidente Partizipation, Suhrkamp: Frankfurt 2005, S. 136.

„Safer Spaces werden spezielle (physische) Räumen genannt. In diesen Räumen geht es darum sich auszutauschen, (Erfahrungen) zu teilen, sich zu treffen. Wichtig an diesen Räumen ist das sie versuchen sicherer zu sein. Sicherer, weil nichts 100% sicher ist, es aber Bemühungen gibt Diskriminierungen bewusst abzubauen. Das passiert auch dadurch, dass diese Räume von und für Betroffene geschaffen werden. So gibt es z.B queere Safer Spaces, Safer Spaces für Schwarze Menschen, Safer Spaces für Menschen mit Behinderung(en) usw. „

Quelle: Safer Space – Migrationsrat Berlin

„Mir fielen die permanenten Ausschlüsse auf, die die Regeln der Pandemie musterhaft unterstrichen, die aber keineswegs neu waren.

Welche Normalität wird hier verändert? Von welcher objektiven gesellschaftlichen Ausgangslage gehen wir aus, wenn wir die durch den Virus verursachten Krise als Einbruch bisher vorhandener Normalität definieren?

Die Coronaregeln verdeutlichen die Souveränität eines normativ-deutschen Gesellschaftsverständnis: In meinem Fall war es die Kernfamilie, durch die ich mich gestoßen fühlte, in vielen sehr viel extremeren Fällen ist es die Frage danach, in welches Zuhause sich nun zurückgezogen werden soll.

Diese deutsche Normativität ist geprägt durch ein heteronormatives Lebensbild, das von der (nationalen sowie individuellen) Autonomie seiner Bürger*innen ausgeht. Das ist nichts neues, es ist nur verstärkt zu beobachten seit März 2020.“

Quelle: Selbstpositionierung

„The Liebig was and is a symbol of anarchism and feminism. It is a symbol of feminism that shits on the aid of the state and screams loudly in its spiteful face.
We are queer and irreconcilable and stand for a feminism that does not make itself comfortable in neoliberal hipster Berlin and does not let itself be printed on glossy magazines.
The Liebig is a place where domination is questioned, where gender coercion is broken up, where people are not judged by their job or financial status.
It is a place of practical solidarity, where people found a room when they did not know where to go. Where people helped each other when things got tight.“

Quelle: Liebig34 Blog

„Wir sind der queer-feministische Wagenplatz Mollies von der Rummelsburger Bucht. Seit über 5 Jahren leben wir hier, auf einem weiteren Padowicz Gelände. Padowicz hat dem gesamten Gelände zum 31.12.19 gekündigt. Die Kündigung in den nächsten Jahren war zu erwarten, aber dieser plötzliche Zeitpunkt überrascht uns alle. Bislang haben wir uns aufgrund einer drohenden Kündigung noch nicht in derÖffentlichkeit positioniert.“

Quelle: Mollies